Eine Materiallieferung ist auf einer Plane am Gartenrand abgeladen: ein großer Sandhaufen, daneben ein kleinerer Haufen dunkler Erde, etwas weiter ein Stapel Papiersäcke mit Zuschlagstoffen auf dem Gras, ringsum ein Zaun und tief stehende Morgensonne.

Boden und Rasenanlage

Bodenrechner für den Rasen

Berechnen Sie Sand, Erde und Zuschlagstoffe anhand von Fläche und Tiefe. Der Rechner unterscheidet Anlieferung, belassenen Boden und Abfuhr und rechnet in Tonnen, Liter und Packungen um.

12 Min. Lesezeit 1 Rechner InteliDome Magazin

Geben Sie Fläche, Tiefe, Art der Bodenbearbeitung und die Anteile der Zuschlagstoffe ein. Der Bodenrechner für den Rasen berechnet die Volumen und unterscheidet, was angeliefert, belassen und abgefahren wird. Die Umrechnung in Kilogramm und Tonnen hängt von der Schüttdichte der Lieferung ab; die tatsächliche Setzung der Mischung sagt die Berechnung nicht voraus.

100m²
Fläche des Hauptbeispiels
30cm
veränderbare Modelltiefe
30m³
gesamtes Modellprofil einschließlich der belassenen Erde
3Modi
je nach Umgang mit dem vorhandenen Boden und der Höhe
Kapitel 01

Was Sie in den Bodenrechner für den Rasen eingeben

Ein gelbes Maßband ist von einem Holzpflock über die geharkte Fläche des künftigen Rasens gespannt; links ein Kiesweg, rechts ein Staudenbeet, beide außerhalb der gemessenen Fläche, hinten ein Holzzaun im warmen Licht.
Abb. 01 In die Berechnung gehört nur die Fläche, die Sie tatsächlich bearbeiten; Weg und Beet bleiben außerhalb der Abmessung.

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Entscheiden Sie zuerst, was an Ihrem Boden verändert werden muss. Die Voreinstellungen dienen zum Vergleich der Möglichkeiten und sind keine allgemeingültige Empfehlung für jeden Garten. Die möglichen Anteile und ihre Voraussetzungen erläutert der Artikel Boden für den Rasen mischen: Verhältnisse für Ton, Lehm und Sand.

Für Ihre Berechnung geben Sie die Fläche in m², die Profiltiefe in cm und die Art der Geländeanpassung ein. Stellen Sie für jeden Zuschlagstoff sowohl den Anteil als auch die Einarbeitungstiefe ein. Die Ergebnisse weiter unten im Artikel zeigen ein konkretes Beispiel ohne Reserve; der Rechner berechnet sie anhand Ihrer Eingaben neu.

Messen Sie nur die Fläche, auf der Sie den Boden tatsächlich bearbeiten werden. Ziehen Sie Wege, Terrasse und Beete ab. Hat der Garten deutlich unterschiedliche Bereiche, berechnen Sie diese einzeln: Dieselbe Rezeptur muss nicht für eine feuchte tonige Ecke und einen schnell austrocknenden Hang sinnvoll sein. Addieren Sie die Bestellmengen anschließend nach Material.

Die Profiltiefe bezeichnet die Bodendicke, mit der Sie rechnen. Die voreingestellten 30 cm sind ein Modell, keine Aufforderung, den gesamten Garten so tief auszuheben. Für Actino (früher Biovin), Zeolith und Pflanzenkohle geben Sie jeweils eine eigene Tiefe ab der Oberfläche an: 10 cm bedeuten beispielsweise das Einarbeiten in die gesamte Schicht von 0–⁠10 cm. Kein Zuschlagstoff soll unter das gewählte Profil reichen.

Die Bodenart stellt die Ausgangsverhältnisse ein. Sobald Sie die Anteile ändern, arbeiten Sie mit Ihrer eigenen Rezeptur. Prüfen Sie nicht nur die Prozente, sondern auch die Tiefen: Derselbe Anteil in einer doppelt so tiefen Schicht bedeutet bei gleicher Fläche die doppelte Menge des Zuschlagstoffs. Prüfen Sie deshalb nach einer Änderung der Eingaben erneut das gesamte Ergebnis.

Bodenprofil

Grundmischung – wie viel anliefern

Rechner

Eingaben

Was ich vorhabe

Sie entfernen vorab einen Teil der Erde. Sand und Zuschlagstoffe ersetzen dann dieses Volumen, damit die vorgegebene Geländehöhe erhalten bleibt.

Ausgangsmodell: 100 m² und 30 cm. Passen Sie es an Ihren Garten an.

m²

Größe der zu bearbeitenden Fläche.

cm

Das Modell im Artikel rechnet mit 30 cm.

Bodenart

Mit Sand umgestalteter toniger Gartenboden: Zeolith 2–5 %, Pflanzenkohle 2–5 %, Actino 2,5–5 % des Volumens der jeweiligen Zone.

Die Voreinstellungen verwenden die Untergrenzen der Zuschlagstoffbereiche. Wenn Sie Verhältnis oder Zuschlagstoffe ändern, wechseln Sie zu einer eigenen Rezeptur.

65 : 35

Zuschlagstoffe beanspruchen zuerst ihren Platz. Das verbleibende Volumen bildet die mineralische Basis, die nach diesem Verhältnis aufgeteilt wird.

Zuschlagstoffe und Einarbeitungstiefe

Der Anteil jedes Zuschlagstoffs wird aus dem Bodenvolumen von der Oberfläche bis zur angegebenen Tiefe berechnet. Jeder kann unterschiedlich tief eingearbeitet werden. Der Sandanteil bezieht sich auf die mineralische Basis, also das nach Abzug der Zuschlagstoffe verbleibende Volumen über die gesamte Profiltiefe.

Sand
%
Profiltiefe

30cm

28,52 t
Actino (früher Biovin)
%
cm
150 kg
Zeolith
%
cm
240 kg
Pflanzenkohle (aufgeladen)
%
cm
200 l

Kilogrammangaben sind Richtwerte auf Basis der eingestellten Schüttdichten.

So verändert sich das Profil

Dieselben Eingaben — 100 m² und 30 cm — bei drei Vorbereitungsmethoden. Wechseln Sie zwischen ihnen und sehen Sie, was abgefahren und angeliefert wird und wie sich die Geländehöhe ändert. Alle drei Zeichnungen verwenden denselben Maßstab und sind daher vergleichbar. Der Schalter entspricht „Was ich vorhabe“ in den Eingaben.

Vorbereitungsmethode

Zeichen im Querschnitt: Rasensode, vorhandene Erde, durchmischter Boden (verbleibende Erde + Sand + Pflanzenkohle + Actino + Zeolith), zum Abfahren, Untergrund.

AbfuhrvorhernachherRasensodevorhandene Erdedurchmischter Bodenzum AbfahrenUntergrund

Sie entfernen den oberen Teil der vorhandenen Erde (schraffierter Bereich). Das angelieferte Material füllt den freigewordenen Raum, sodass die Oberfläche auf ihrer bisherigen Höhe bleibt. Sie mischen den Sand über die gesamte Tiefe mit der verbleibenden Erde, Zuschlagstoffe nur in ihre jeweilige Zone: Pflanzenkohle und Actino bis 10 cm Tiefe; Zeolith bis 15 cm Tiefe.

Sie entfernen 19,76 m³ Erde; die Geländehöhe bleibt erhalten.

Der Querschnitt zeigt bewusst keine Mischungsanteile — diese stehen im Rechnergebnis. Prüfen Sie die endgültige Höhe nach der Setzung vor Ort.

Kapitel 02

Höhe beibehalten, einarbeiten oder eine neue Schicht anlegen?

Eine Aluminiumlatte liegt vom gepflasterten Weg über den Randstein auf frisch gelockerter Erde, die höher liegt als das Pflaster; unter der Latte bleibt über dem Weg ein Spalt, im Hintergrund ein Holzzaun und Sträucher.
Abb. 02 Eine Latte vom Gehweg aus zeigt, um wie viel die neue Schicht über das Pflaster hinausragt. Beim Einarbeiten steigt die Oberfläche, beim Beibehalten der Höhe wird ein Teil der Erde abgefahren.

Wählen Sie den Modus „Höhe beibehalten“, wenn die Oberfläche auf gleicher Höhe bleiben soll. Im Modell entfernen Sie zunächst einen Teil der Erde und ersetzen dessen Volumen durch Sand und Zuschlagstoffe. Das Ergebnis unterscheidet zwischen belassener Erde, angeliefertem Material und abzufahrender Erde. Es setzt voraus, dass der verbleibende Boden für die Mischung geeignet ist.

Der Modus „Einarbeiten“ rechnet damit, dass die vorhandene Erde über die gesamte eingegebene Tiefe erhalten bleibt und Materialien hinzukommen. Die eingegebene Tiefe beschreibt hier die vorhandene Erde; das fertige Profil wird höher. Die Tiefen der Zuschlagstoffe werden dabei von der neuen Oberfläche aus gemessen.

Ein höherer gewünschter Sandanteil kann eine überraschend große Lieferung und einen starken Höhenanstieg bedeuten; prüfen Sie die Anschlüsse an Terrasse und Wege sowie den Wasserabfluss. Sie können nicht gleichzeitig den gesamten Boden belassen, ein großes Volumen anliefern und dieselbe Höhe erwarten.

Der Modus „Neue Schicht“ plant das gesamte Volumen der vorzubereitenden Schicht aus angelieferten Bestandteilen einschließlich Erde. Verwenden Sie ihn, wenn Sie tatsächlich eine neue Mischung bestellen. Die Wahl dieses Modus bestätigt weder die Eignung des Untergrunds noch löst sie dessen Verdichtung oder Entwässerung. Sie berücksichtigt nicht automatisch einen gegebenenfalls nötigen Abtrag des alten Geländes unter der neuen Schicht.

Kapitel 03

So berechnet sich das Volumen von Boden und einzelnen Zuschlagstoffen

Abb. 03 Links die Zeolithzone von 0–⁠15 cm, rechts zum Vergleich derselbe Prozentsatz im gesamten Profil. Die Platte unten hilft, das Volumen abzuschätzen.

Die Grundformel lautet Volumen = Fläche × Tiefe in Metern. Für 100 m² und 30 cm rechnen wir also 100 × 0,30 = 30 m³. Ein Kubikmeter entspricht 1 000 Litern. Eine praktische Faustregel: Eine 1 cm hohe Schicht auf einer Fläche von 1 m² hat ein Volumen von 10 Litern.

Der Anteil eines Zuschlagstoffs bezieht sich auf das Volumen von der Oberfläche bis zu seiner eigenen Tiefe. Zum Beispiel Zeolith mit 2 % bis 15 cm auf einer Fläche von 100 m²: 100 × 0,15 × 0,02 = 0,30 m³, also 300 Liter. Wir berechnen ihn nicht aus allen 30 m³ des Profils. Auch Actino und Pflanzenkohle werden jeweils anhand der eingegebenen Tiefe berechnet.

Welches Volumen hat eine Schicht auf einer Fläche von 100 m²?

SchichtdickeGeometrisches VolumenIn Litern
5 cmGeometrisches Volumen5 m³In Litern5 000 l
10 cmGeometrisches Volumen10 m³In Litern10 000 l
20 cmGeometrisches Volumen20 m³In Litern20 000 l
30 cmGeometrisches Volumen30 m³In Litern30 000 l

Wir rechnen 100 m² × Tiefe in Metern. Das ist das Schichtvolumen, nicht automatisch die Menge neuer Erde, die Sie kaufen müssen. Belassener Boden, Anteile der Zuschlagstoffe, Berechnungsmodus und tatsächliche Setzung bestimmen die endgültige Bestellung. Wählen Sie die Dicke nach Untergrund und Zweck der Bodenbearbeitung.

Abb. 04 Die gestrichelte Linie zeigt die einfache Summe beider Ausgangsvolumen. Die gesetzte Mischung kann darunter enden, wenn feine Erdpartikel in die Zwischenräume des Sandes rutschen. Deshalb messen wir das Verhältnis an den Ausgangsmaterialien ab und prüfen die Höhe im Garten.

Zuschlagstoffe beanspruchen einen Teil des vorbereiteten Volumens. Erst die verbleibende mineralische Basis teilen wir zwischen Sand und Erde auf. Das Verhältnis 65/35 bedeutet deshalb 65 % Sand und 35 % Erde aus diesem Rest, nicht zusätzlich 65 % Sand auf die gesamte Mischung. Im oberen Bereich können alle drei Zuschlagstoffe gleichzeitig vorhanden sein, tiefer nur noch einige.

Warum 30 m³ Ausgangsmaterial nicht unbedingt 30 m³ gesetzte Mischung ergeben

Die Volumenanteile messen wir vor dem Vermischen ab. Feinere Partikel können sich zwischen gröbere legen, und beim Einbau verändert sich der Porenraum. Die Summe der Ausgangsvolumen garantiert deshalb nicht dasselbe Volumen nach der Setzung.

Die Berechnung liefert eine Grundlage für die Lieferplanung. Kontrollieren Sie die tatsächliche Höhe während der Arbeit; wählen Sie die Reserve nach Materialien und Einbauweise. Führen Sie diese in der Bestellung getrennt, damit sie das beabsichtigte Mischungsverhältnis nicht verändert.

Kapitel 04

Beispiel: Wie viel Material brauchen Sie für 100 m² Garten mit tonigem Boden?

Abb. 05 Drei Schritte im gleichen Maßstab: das gesamte Profil, die Zuschlagstoffe im vergrößerten Ausschnitt und die Aufteilung der mineralischen Basis in Sand und Erde.

Nehmen wir einen umfangreichen Bodenumbau an, für den Sie nach der Bodenbeurteilung eine sandigere Mischung gewählt haben. Stellen Sie 100 m², ein 30 cm tiefes Profil, den Modus „Höhe beibehalten“ und keine Reserve ein. Teilen Sie die mineralische Basis im Verhältnis 65/35 zwischen Sand und vorhandener Erde auf. Actino nimmt 2,5 % bis 10 cm ein, Zeolith 2 % bis 15 cm und vorab mit Nährstoffen angereicherte Pflanzenkohle 2 % bis 10 cm. Das entspricht der Voreinstellung für tonigen Boden.

Die Zuschlagstoffe beanspruchen 0,25 + 0,30 + 0,20 = 0,75 m³. Von den ursprünglichen 30 m³ bleiben 29,25 m³ mineralische Basis. Deren 65 % ergeben 19,0125 m³ Sand, und 35 % entsprechen 10,2375 m³ belassener Erde. Die Zahlen in der Übersicht sind gerundet; verwenden Sie zum Prüfen der Summe die ungerundeten Werte.

Sie bestellen also nicht die gesamten 30 m³. Etwa 10,24 m³ geeignete vorhandene Erde bleiben vor Ort und werden durch die Lieferung ergänzt. Das Abfuhrvolumen beschreibt den entnommenen Boden im ursprünglichen Profil; nach dem Auflockern kann er auf der Ladefläche ein anderes Volumen einnehmen. Auch toniger Boden allein bedeutet nicht, dass dieser umfangreiche Umbau nötig ist.

Eine Mischung, drei Aufgaben: anliefern, belassen, abfahren

Material und VerwendungNettovolumenMenge für die Planung
Sand — anliefernNettovolumen19,0125 m³Menge für die Planung≈ 28,52 t
Actino — anliefernNettovolumen0,25 m³ = 250 lMenge für die Planung150 kg
Zeolith — anliefernNettovolumen0,30 m³ = 300 lMenge für die Planung240 kg
Pflanzenkohle — anliefernNettovolumen0,20 m³Menge für die Planung200 l
Vorhandene Erde — belassenNettovolumen≈ 10,24 m³Menge für die PlanungNicht kaufen
Vorhandene Erde — abfahrenNettovolumen≈ 19,76 m³ im ursprünglichen ProfilMenge für die PlanungVolumen nach dem Aushub prüfen

Modell ohne Reserve. Verwendete Schüttdichten: Sand 1,5 t/m³, Actino 0,6 kg/l und Zeolith 0,8 kg/l. Prüfen Sie die Gewichte beim Lieferanten. Die Abfuhr ist kein weiterer Bestandteil der fertigen Mischung.

Schwererer lehmiger Gartenboden: weniger Sand

Abb. 06 Dieselben 100 m² und 30 cm: Die Voreinstellungen rechnen bei tonigem Gartenboden mit einer Lieferung von 19,01 m³ Sand, bei lehmigem mit 8,78 m³ und bei sandigem ohne zusätzlichen Sand.

Bei einem Garten mit schwererem lehmigem Boden und gepflegtem Oberboden geht das Modell von einem Sand-Erde-Verhältnis von 30/70 in der mineralischen Basis aus. Die Voreinstellung fügt kein Actino hinzu; passen Sie die übrigen Anteile an den Bedarf des Bodens an.

Wenn der Boden Wasser gut aufnimmt und die Wurzeln ihn durchdringen, ergibt sich aus der Voreinstellung keine Verpflichtung zum Umbau. Prüfen Sie vor der Verwendung dieses Modells, ob es zu Ihrem Garten passt. Bei der Bodenbestimmung hilft Ihnen der Artikel Den Boden unter dem Rasen beurteilen: drei Tests vor der Anlage.

Sandiger Gartenboden: ohne zusätzlichen Sand

Bei einem nährstoffarmen, schnell austrocknenden Sandboden fügt das Modell keinen weiteren Sand hinzu. Im Mittelpunkt steht, Wasser und Nährstoffe mit passend gewählten Zuschlagstoffen zu halten. Es reicht jedoch nicht, einfach deren Prozentsätze zu erhöhen: Berücksichtigen Sie die vorhandene organische Substanz, die Bearbeitungstiefe und das konkrete Material.

Eine höhere Menge ist nicht automatisch besser, und zwei Gärten mit sandigem Boden brauchen nicht unbedingt dieselbe Mischung. Wie Sie Sandboden erkennen und worauf Sie achten sollten, erklärt der Artikel Den Boden unter dem Rasen beurteilen: drei Tests vor der Anlage.

Ein kleiner Anhänger mit verzinkten Bordwänden steht am offenen Tor eines Holzbretterzauns, beladen mit Klumpen ausgehobener graubrauner toniger Erde; im Vordergrund eine Stufe zwischen Rasen und freigelegtem Tonboden.
Abb. 07 Die Abfuhr berechnen wir aus dem ursprünglichen Profil; ausgehobene Erde lockert sich auf der Ladefläche auf. Prüfen Sie das Volumen deshalb erst beim Beladen.
Kapitel 05

Von Kubikmetern zu Tonnen, Litern und Packungen

Ein schwarzer, bis zum Rand mit hellem Sand gefüllter Eimer steht auf einer Plattformwaage auf den Dielen einer Holzterrasse; im unscharfen Hintergrund Rasen und ein Holzbretterzaun im warmen Licht.
Abb. 08 Ein Eimer mit zehn Litern locker geschüttetem Sand: Bei einer Schüttdichte von 1,5 t/m³ wiegt er rund 15 kg.

Das Volumen bestimmt das Mischungsverhältnis, die Verkaufseinheit die Bestellung. Zur Umrechnung in Gewicht dient die Schüttdichte, also das Gewicht locker geschütteten Materials einschließlich der Zwischenräume zwischen den Partikeln. Es gilt Gewicht = Volumen × Schüttdichte. In unserem Beispiel entsprechen 19,0125 m³ Sand bei 1,5 t/m³ ungefähr 28,52 t.

Sand planen wir üblicherweise in Tonnen, Actino und Zeolith in Kilogramm, Pflanzenkohle in Litern. Prüfen Sie die konkrete Verpackung beim jeweiligen Produkt. Kaufen Sie den gewählten Zeolith beispielsweise in Säcken zu 20 kg, bedeuten die benötigten 240 kg insgesamt 12 Säcke. Runden Sie unvollständige Packungszahlen auf; der Überschuss ist keine Aufforderung, die Menge in der Mischung automatisch zu erhöhen.

Feuchtigkeit, Körnung und Zusammensetzung des Produkts können die Umrechnung verändern. Bei Pflanzenkohle sind die modellhaften 0,2 kg/l nur eine Rechenannahme; dieselben 200 Liter eines angefeuchteten oder angereicherten Produkts können ein anderes Gewicht haben.

Prüfen Sie außerdem, ob Sie reine Pflanzenkohle oder eine Mischung mit Kompost kaufen. Kompost und andere feste Trägermaterialien haben ein eigenes Volumen, das gesondert in die Rezeptur eingehen muss. Der Rechner erkennt die Zusammensetzung eines solchen Produkts nicht selbst.

Abb. 09 Der schraffierte Teil ist der Verlust aus der Lieferung, die gestrichelte Linie der Bedarf der Mischung. Nach dem Verlust erreicht nur die obere Bestellung diese Linie.

Die Reserve erhöht nur die anzuliefernde Menge und verändert weder das reine Mischungsverhältnis noch die belassene Erde oder die Abfuhr. Der Rechner verwendet die Formel Bestellung = Nettomenge ÷ (1 − Reserve/100). Bei 10 % erfordern 200 Liter somit eine Bestellung von ungefähr 222 Litern. Diese Einstellung addiert nicht einfach 10 %; sie deckt einen angenommenen Verlust aus der gelieferten Menge ab.

Geben Sie den Preis in den am jeweiligen Feld genannten Einheiten und anhand des tatsächlichen Angebots ein. Die ungefähre Materialsumme ist kein Budget für die gesamte Ausführung: Rechnen Sie Transport, Entladen, Abfuhr und Entsorgung der Erde sowie die Arbeit gesondert hinzu.

Richten Sie das Mykorrhiza-Präparat und eine mögliche Startdüngung nach Produkt und Rezeptur aus. Berücksichtigen Sie beim Düngen auch die Nährstoffe aus Actino und Kompost; kombinieren Sie die vollen Mengen dieser Materialien nicht automatisch.

Nach der Lieferplanung geht es mit der Anleitung Boden vorbereiten und die Mischung einbauen weiter. Sie behandelt das Vermischen und die Kontrolle der Setzung. Aussaat und erstes Wässern beschreibt die Anleitung Rasen säen. Die nächsten Wochen behandelt Neuen Rasen pflegen: von der Keimung bis zum ersten Mähen.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Bodenberechnung für den Rasen

Prüfen Sie vor der Bestellung Modus, Einheiten und die tatsächlichen Materialien.

Muss ich die im Ergebnis angegebene Erde kaufen?

Nur im Modus „Neue Schicht“. Die anderen Modi nutzen geeignete vorhandene Erde; das Ergebnis unterscheidet zwischen Anlieferung und Abfuhr.

Muss der Boden unter dem Rasen genau 30 cm tief sein?

Nein. Es handelt sich um ein Modell; geben Sie die Tiefe ein, die anhand des tatsächlichen Bodens und Untergrunds geplant wurde.

Warum können die berechneten Kilogramm von der Lieferung abweichen?

Aufgrund der Schüttdichte, Feuchtigkeit und Zusammensetzung des Materials. Prüfen Sie die Angaben vor der Bestellung beim Lieferanten und passen Sie sie im Rechner an.

Soll ich immer zehn Prozent für die Setzung hinzufügen?

Nein. Wählen Sie die Reserve nach Material und Arbeitsweise; der Rechner sagt die tatsächliche Setzung nicht voraus. Die reine Rezeptur verändert sich durch die Reserve nicht.

Das nehmen Sie mit

Jetzt wissen Sie, worauf Sie aufbauen können.

  • Sie berechnen die Mengen aus Fläche, Tiefe und gewählten Anteilen.
  • Sie unterscheiden zwischen Materialanlieferung, belassenem Boden und abzufahrender Erde.
  • Die Umrechnung in Tonnen hängt von der Schüttdichte ab; die Setzung prüfen Sie bei der Arbeit.

Im nächsten Artikel

Die Materialmengen sind berechnet. Was kommt zuerst?

Auch die richtige Rezeptur hilft nicht, wenn die Wurzeln unter der Mischung auf ein hartes Hindernis stoßen. Gehen Sie die Vorbereitung des Untergrunds, die Reihenfolge beim Mischen und die Anzeichen dafür durch, dass die Oberfläche bereit für die Aussaat ist.

Den Boden Schritt für Schritt vorbereiten

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Den Boden vor der Rasenaussaat vorbereiten

Den Boden für den Rasen vorbereiten: Untergrund lockern, die Mischung vermengen, setzen lassen und die Oberfläche ebnen. Prüfen Sie, ob das Saatbett bereit für die Aussaat ist.